Sonntag, 21. Februar 2016

Bärcelona - Wo ist der Strand?

Zeit wurde es, dass ich noch ein bisschen weiter in den Süden komme. Zwei Tage Barcelona standen am Plan. Vueling fliegt da sehr günstig hin. Zwei Tage sind genug, um Gusto auf mehr zu bekommen. Drei bis vier Tage müssten ausreichen, um alles kennen zu lernen (in meinem Tempo ;-) )
Um die Stadt mit einem Wort abzukürzen und zusammen zu fassen: Wow!

Barcelona, die Stadt von Miró, Picasso und v.a. von Antoni Gaudí ist Hauptstadt von Katalonien und die zweitgrößte Stadt Spaniens. Wer ein bisserl nachliest, weiß um das Verhältnis von Spanien und Katalonien. Interessantes Detail am Rande: wann immer ich versucht habe "Hallo", "Danke" oder "Auf Wiedersehen" in Catalan zu sagen, wurde ich auf Spanisch ausgebessert und umgekehrt. Ich hab dann irgendwann aufgegeben.

Am ersten Abend wollte ich unbedingt an den Strand. Am Plan war mir völlig klar, wohin. Aus dem Bus raus, den Massen nach - die wollten sicher auch alle an den Strand - und suchen. Die große Frage tauchte auf "Zuerst Futter suchen und dann den Strand oder umgekehrt?". Nachdem der blöde Strand immer noch nicht gefunden war, eben Futter zuerst. Italienisch :-) . Zur Vorspeise gab's die besten Oliven, die ich je gegessen habe. Ganz klein, grün und so dermaßen gut. Blöderweise hab ich verabsäumt zu fragen, wie sie heißen.
Also einen Verdauungsspaziergang am Strand. Aber wo ist der verdammte Strand? Wir mussten irgendwo in Barceloneta sein und da sollte der Strand sein. Meine Begleitung war so schlau, den Kellner zu fragen, nahm mich bei der Hand, sagte "Schau, ich zeig dir was", und überquerte mit mir einfach die Straße: Strand! (Ja, ich kann zwar Plan lesen, aber manchmal hab ich's mit der Orientierung in die falsche Richtung...) 
Ich, Schuhe aus, in den Sand und... bist du deppat, war der kalt (Mitte Mai)! Hartgesotten wie ich bin, noch die große Zehe ins Meer gesteckt, aber dann schnell wieder die Schuhe an. Strand und Meer, erledigt.

Heim sind wir mit dem Taxi. Es gibt immens viele Taxis in Barcelona und sie sind leicht erkennbar. Natürlich haben wir uns eines eingefangen, das für mich nicht sehr vertrauenweckend aussah. Als ich mich hingesetzt habe, ist die Rückbank gleich mal ein Stück nach hinten gerutscht (nein, so dermaßen viel wiege ich nun auch wieder nicht!) und auch sonst hat es mehr geklappert, als gebrummt. Meine Bedenken habe ich - auf Deutsch - wohl ein bisschen zu laut geäußert, weil der Taxifahrer plötzlich meinte: "Entschuldigen Sie, wenn ich Sie anspreche, aber sind Sie aus Deutschland?" Echt jetzt? Taxi in Barcelona mit indischem (!) Taxifahrer, der praktisch fehlerfrei Deutsch spricht?! Ach, war mir das peinlich. Er hat dann erzählt, dass er nach Deutschland wollte, in Barcelona hängen geblieben ist und gerne ein bisschen plaudern will, um sein - wie er meinte, nicht so gutes - Deutsch zu verbessern. Er sprach wirklich gut. Und ich hab mich den Rest der Fahrt sehr still verhalten... 

Fortsetzung folgt

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